{"id":115,"date":"2017-08-08T18:51:57","date_gmt":"2017-08-08T18:51:57","guid":{"rendered":"http:\/\/trachtenverein-waldburg.eu\/hoeligen-goeliken"},"modified":"2017-08-08T18:51:57","modified_gmt":"2017-08-08T18:51:57","slug":"hoeligen-goeliken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trachtenverein-waldburg.de\/en\/hoeligen-goeliken","title":{"rendered":"H\u00f6ligen G\u00f6liken"},"content":{"rendered":"<p> \tFinnland war f\u00fcr uns eine Symphonie der Superlative. Es feierten 6500 Trachtler aus 26 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern bei der Europeade in Finnland und wir waren vom 26.07 \u2013 01.08.2017 mit 27 Trachtlern aus Waldburg mittendrin. Tanzen verbindet \u00fcber Generationen und schafft Freundschaften in ganz Europa.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p> \tMit dem Bus ging es am Mittwoch nach M\u00fcnchen an den Flughafen und schon die Anreise nach Finnland war f\u00fcr einige j\u00fcngere Teilnehmer ein gro\u00dfes Erlebnis, denn ihr erster Flug stand an. In Helsinki wohlbehalten angekommen ging es mit dem Bus in die \u00e4lteste Stadt Finnlands. Turku wurde bereits um 1229 gegr\u00fcndet und war bis 1812 Finnlands Hauptstadt. Zu sehr sp\u00e4ter Stunde bezogen wir dann unsere Unterkunft in einer Wirtschaftsschule und teilten die Unterkunft mit 26 weiteren Gruppen aus ganz Europa. Bei unserer Ankunft feierten die anderen Bewohner schon und praktizierten die europ\u00e4ische Idee eines friedlichen Europas. Portugiesen, Spanier, Letten, Ungarn, Deutsche, Finnen, Esten lebten 6 Tage unter einem Dach und durch unsere Vielseitigkeit schafften wir Freundschaft und Einigkeit. Musik, Tanz und Lebensfreude war das verbindende Element.<\/p>\n<p> \tDen Donnerstagmorgen nutzen wir f\u00fcr die erste Erkundungstour durch Turku. Sightseeing, Shopping, Gastronomiebesuche oder spazieren am Flussufer und die anderen Europeadeteilnehmer bei ihren Auftritten auf den kleinen B\u00fchnen zu beobachten stand auf dem Vormittagsprogramm. Nachmittags war es so weit und wir hatten unseren ersten Auftritt auf einer B\u00fchne im Handerkermuseum. Das Handerkermuseum ist vergleichbar mit unserem Bauernhausmusem in Wolfegg, nur auf Finnisch. Der Tag neigte sich dem Ende zu, doch es war f\u00fcr uns noch lange nicht Schluss und es ging weiter in das Gatorade Center. Das Gatorade Center wird prim\u00e4r f\u00fcr Eishockeyspiele verwendet, wird aber oft umfunktioniert in eine multifunktionale Arena f\u00fcr alle m\u00f6glichen Veranstaltungen. So war das Eishockeystadion f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Tage die Hauptb\u00fchne f\u00fcr die Europeade. Wir bezogen auf den oberen R\u00e4ngen des Stadions als G\u00e4ste unsere Pl\u00e4tze und bewunderten die dreist\u00fcndige, multikulturelle und farbenfrohe Er\u00f6ffnungsveranstaltung. Danach ging es zur\u00fcck in unsere Unterkunft und wir konnten Zeuge der langen Tage in Finnland werden. Selbst um 22:30 Uhr war es erstaunlich hell bevor es dann um Mitternacht schlagartig f\u00fcr kurze Zeit dunkel wurde.<\/p>\n<p> \t{gallery}joomgallery\/originals\/2017_101\/europeade_in_turku_104{\/gallery}<\/p>\n<p> \tFreitags ging es gleich fr\u00fch morgens weiter, denn es war unser freier Tag und Ausflugstag. Es ist eine gute Tradition bei uns im Verein einen Tag bei unseren Auslandsreisen zu nutzen, um Land und Leute besser kennen zu lernen. Unser Ziel an diesem Tag war die Insel Seili im finnischen Sch\u00e4renmeer. Das Sch\u00e4renmeer ist ein Teil der Ostsee, zwischen dem finnischen Festland und den \u00c5land-Inseln. Die Gegend gilt als eines der sch\u00f6nsten Archipele der Welt. Wir fuhren mit dem Bus von Turku \u00fcber Naantali, der Sommersitz des finnischen Pr\u00e4sidenten zur Insel Aslalutoto und danach mit der F\u00e4hre nach Seili. Die Geschichte der Insel Seili als eine Spitalinsel begann im Jahre 1619, als sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts an der Westk\u00fcste Finnlands die Lepra ausbereite, und Gustav Adolf II, K\u00f6nig von Schweden, ein Spital auf der Insel errichten lie\u00df. Auf Seili befanden sich bereits ein gesch\u00fctzter Ankerplatz, sowie Sandh\u00fcgel, die sich f\u00fcr die Errichtung eines Friedhofes gut eignete. Wenig sp\u00e4ter, im Jahr 1624, wurde die kleine Holzkirche, die urspr\u00fcnglich zum St. Georg Hospital in Turku geh\u00f6rte auf die Insel verlegt. Die Kirche wurde im Sommer des Jahres 1733 fertigstellt. Der letzte Leprakranke auf Seili starb im Jahre 1785. Die psychiatrische Anstalt existierte jedoch bis zum Jahr 1962, davon die letzten 70 Jahre als Psychiatrische Klinik f\u00fcr Frauen.<\/p>\n<p> \tDie ersten drei Tage vergingen wie im Flug und am Samstag war der gro\u00dfe Paradetag. Zuvor machte sich unsere Gruppe nach dem Fr\u00fchst\u00fcck zu einer der vielen kleine B\u00fchnen am Flussufer auf, um unser Allg\u00e4uer Brauchtum den Zuschauern zu pr\u00e4sentieren. Nach der Performance ging es auf Exkursion in das Museum \u201eW\u00e4in\u00f6 Aaltonen Museum of Art\u201c und wir konnten von Jacob Hashimoto seine Ausstellung \u201eGiants and Uncertain Atmospheres\u201c bewundern. Nach der Mittagszeit f\u00fcllte sich das Stadtzentrum bzw. das Flussufer mit immer mehr Trachtlern aus ganz Europa, die sich zu dem Aufstellungsplatz f\u00fcr die Parade begaben und ein farbenfrohes Gewusel entlang der Uferpromenade entstand. P\u00fcnktlich um 15:00 Uhr startete der Umzug und 6500 Trachtler zogen musizierend, singend und tanzend durch die Stra\u00dfen Turkus. Am Abend, stand zur Ehren der 100-Jahrfeier Finnlands der Humpaa Huipulle Weltrekord auf dem Programm und alle Europeadeteilnehmer und B\u00fcrger waren dazu eingeladen. Der Weltrekordtanz startete zeitgleich im Europeade-Dorf am Varvintori um 20:20 Uhr und 30.000 Menschen tanzten Humpa, eine Art Foxtrott.<\/p>\n<p> \tSonntag war unser letzter Tag in Turku bevor es dann Montag wieder in die Heimat ging. Die letzte gro\u00dfe Feierlichkeit stand auf dem Programm und die Trachtler aus Waldburg machten sich wieder auf den Weg in das Gatorade Center, um an der Abschlussveranstaltung teilzunehmen. Diesmal standen wir selber auf der B\u00fchne und zeigten dem begeisternden Publikum Allg\u00e4uer Brauchtum und pr\u00e4sentierten ihnen zwei schmissige Schuhplattler. Nach drei Stunden ging auch diese farbenpr\u00e4chtige und schwungvolle Veranstaltung zu Ende und der Pr\u00e4sident des Internationalen Europeade Committee Armand de Winter gab die ersten Einblicke und Eindr\u00fccke f\u00fcr die n\u00e4chstes Europeade, die n\u00e4chstes Jahr in Portugal stattfindet.<\/p>\n<p> \tNoch zur Aufl\u00f6sung der \u00dcberschrift: \u201eH\u00f6ligen G\u00f6liken\u201c hat eigentlich keine Bedeutung oder Sinn und ist nur ein Kunstwort. Letztendlich war es eine nette Sprach\u00fcbung und Trinkspruch, die unser finnische Guides Heikki Kujanp\u00e4\u00e4 an einem lustigen Abend uns beibrachte. An dieser Stelle nochmals ein recht herzliches Dankesch\u00f6n an dich Heikki. Unser Fazit zu der Reise ist: \u201eFinnland ist mehr als eine Reise wert!\u201c Finnland hat uns beindruckt durch wunderbare Landschaften, die finnische Kultur, Sehensw\u00fcrdigkeiten und dass man doch auch etwas entschleunigt durch das Leben gehen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Finnland war f\u00fcr uns eine Symphonie der Superlative. 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