Glockenspielgruppe

Sieben Musikanten gehören zur Waldburger Glockenspielgruppe. Damit nimmt das Ensemble eine unvergleichbare Stellung unter ähnlichen Gruppen ein.
Neben zwei Glockensätzen mit insgesamt 53 Kuhglocken, gehören zur Zeit ein Akkordeon, Gitarre, Hackbrett, Zither, Blockflöte und eine Harfe zum Waldburger Aufgebot.
Die Handhabung der Glocken ist nicht ganz einfach. Sie wollen blitzschnell ergriffen, gerüttelt und sachte wieder abgestellt werden, ohne umzufallen. Eine falsch abgesetzte Glocke würde alle anderen mit sich reißen und der „Domino – Effekt“ wäre gegeben. Lehrer für diese Disziplin gibt es keine. Jeder Spieler hat seine eigene Technik. Obwohl diese weitergegeben werden, muss sich jeder selbst zu fehlerfreiem Spiel finden. Die genaue Entstehung des Glockenspiels ist heute nicht mehr nachzuweisen. Fest steht freilich, dass es aus dem Allgäu stammt. In der Chronik des Waldburger Trachtenvereins heißt es dazu: „ Das friedvolle Geläute der Kühe auf den Almen, sowie der melodische Klang der Kirchenglocken im Tal, die jeden Tag auch ihren Gruß hochschicken, mögen wohl die jungen Leute veranlasst haben gemeinsam in ihren Stuben zu musizieren.“
Ihr Publikum erfreuen die sieben Spieler, die im Alter zwischen 4 und 60 Jahren sind, nicht nur in der Region. Durch Teilnahmen an Hafenkonzerten und an anderen Rundfunksendungen sowie an der Volksmusik – Hitparade und einem Auftritt bei der Bundesgartenschau in Stuttgart im Süddeutschen Fernsehen, wurde die  Glockenspielgruppe des Trachtenverein Waldburg einem größeren Publikum bekannt.
Auftritte im angrenzenden Ausland, in Österreich, Lichtenstein und der Schweiz aber auch in Italien, Frankreich, Spanien, Belgien und den Niederlanden gehören längst zum Alltag. Auf dem Balkan, in Ungarn, Rumänien, Tschechien, in Dänemark, Estland, USA und in Brasilien war die Glockenspielgruppe mit den Trachtlern des Waldburger Trachtenvereins gern gesehene Teilnehmer und Gäste bei Trachten – und Folklorefestivals.
Viele Titel wurden von Johannes Längle, dem ehemaligen Leiter der Glockenspielgruppe selber komponiert und bearbeitet.